Eine ganz besondere Kooperation kam in Mai zustande. Die Künstlerin Alke Lübs fragte mich ob ich auf ihrer nächsten Vernissage vorspielen konnte. Im nächsten Video zeige ich eine Auswahl der Werke von Frau Lübs und eins der Stücke, das ich auf der Vernissage in der Fagus-Galerie in Alfeld gespielt habe – Arabesque No. 1 von Claude Debussy. Viel Spass!

„Aus der Tiefe der Vergangenheit“ – Werke von Alke Lübs in der Fagus – Galerie,
Weltkulturerbe Fagus Werk in Alfeld
Ein Projekt zum 1200 jährigen Bistumsjubiläum Hildesheim.
Diese Sonderausstellung ist bis zum 12. Juli 2015 zu sehen.

Die Grabungen im Mariendom zu Hildesheim, an deren Auswertung die Künstlerin Alke Lübs mitwirkte, sind Impulsgeber für eine künstlerische Umsetzung geworden. Das Bergen von Bestattungen, die Begegnung mit leiblichen Überresten, ist für sie Anlass zu ihrer Auseinandersetzung mit dem was einmal gewesen sein könnte.

Wer waren diese Menschen, was hat sie bewegt, wie sahen sie aus? Die Künstlerin findet Bilder, die vor allem das gestalten, was nicht erforscht werden kann. In imaginierten Porträts beschreibt sie ihre Begegnungen, findet im Malprozess Gesichter, die durch Schichtungen und Überblendungen eine Schemenhaftigkeit sichtbar machen, die der rückwärtigen Spurensuche entspricht.

Ohne in einen Naturalismus zu verfallen, führt die Künstlerin ihre Bildnisse durch eine malerische Modulation zu eigenen Charakteren.

Wie bei archäologischer Tat, arbeitet sie hier mit Tiefenschichtungen – übrigens auch mit Erden aus dem Dom. Mit der ihr eigenen Farbgestaltung schafft sie es, gewesene Lebendigkeit und überwundenen Tod in eine Bildhaftigkeit zu überführen. Eine erhellende Erkenntnis.

Die für diesen Raum entwickelte Installation, zeigt Porträts auf großformatigen Textildrucken, die in Reihe präsentiert, wieder Schichtungen bilden. Darin liegt die Absicht – ein Pendant zu finden für das aus Erdschichten Geborgene.